Bußgeld für unverschlüsselte Kontaktformulare auf Webseiten

Andreas Ehlert Allgemein Leave a Comment

Das Bayerische Landesamt für Datenschutz überprüft immer wieder Webseiten auf angemessene Schutzmaßnahmen zu Datenübertragung wie zum Beispiel ein unverschlüsseltes Kontaktformular. Sollten die personenbezogenen Daten in diesem Formular nicht mit einem anerkannten Verschlüsselungsverfahren wie TLS (https) gesichert sein, so droht ein Bußgeld.

Es gehört zu den Pflichten eines Websitebetreibers bei Verwendung von Webformularen, die zur Übermittlung von personenbezogenen Daten genutzt werden, diese mit anerkannten Verschlüsselungsverfahren zu schützen (§13 Abs. 7 Telemediengesetz).

Ein solches anerkanntes Verfahren ist TLS in der Version 1.2. Als Benutzer einer Webseite erkennt man dieses an dem https:// vor der Webadresse z.Bsp.: https://www.it-ehlert.de. Bei vielen Webseiten ist bereits die komplette Kommunikation durch TLS geschützt und nicht nur die Formulare. Auch die Suchmaschinen honorieren https:- geschutzte Webseiten durch ein besseres Ranking.

Daher ist es höchste Zeit die eigenen Webseiten auf https umzustellen. Ein Verstoß gegen §13 Abs. 7 Satz 1 und Satz 2 Buchstabe a) des Telemediengesetzes gilt nach § 16 Abs. 2 Nr. 3 TMG als Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße von bis zu 50.000Euro geahndet werden.

TMG §13 Pflichten des Diensteanbieters

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